Bauernbrot mit einer knusprigen Kruste

Hallo meine Lieben

Seit einiger Zeit bin ich unter die Brotbäcker gegangen und habe seither kein einziges Brot mehr gekauft. Ich muss sagen, ich habe mich immer vorm Brot backen gefürchtet, denn bei meinen letzten Versuchen vor ein paar Jahren bin ich kläglich gescheitert. Sei es dass das Brot matschig wurde oder dann so kompakt, dass man nach einer drittel Scheibe komplett satt war.

Seit ich meine Kitchenaid besitze, bin ich mutiger geworden und probiere auch mal Sachen aus, an die ich mich vorher nicht getraut hätte. Klar liegt es nicht an der Maschine dass etwas gelingt, doch ich bin davon überzeugt, dass sie mir einen gewissen Mut verliehen hat. Seit ich meine Kitchenaid besitze, backe und koche ich noch viel lieber als vorher. Das richtige Werkzeug ist eben genau so wichtig wie die Zutaten.

Deswegen verfasse ich nun diesen Blogpost, denn es kommt gar nicht so sehr auf die Zutaten drauf an, denn die waren in meinen bisherigen Brot-Back-Versuchen immer gleich, sondern auf viele andere Faktoren, die ein Brot perfekt machen. Mit frischer Hefe zu backen ist immer eine Herausforderung, denn man kann mit Hefe so vieles falsch machen. Die Hefe ist ein sehr sensibles Lebensmittel und reagiert auf die kleinsten Umgebungsveränderungen. Sie darf nicht zu kalt und nicht zu warm haben. Ist eins von beidem der Fall geht der Teig nachher nicht auf. Diese Erfahrung musste ich viele viele Male machen und jedesmal hat es mich richtig angekotzt, denn ich kannte den Umgang mit Hefe nicht und auch die vielen Blogs haben mir da nicht wirklich weitergeholfen, denn ich wusste wirklich nicht, dass die Hefe zerbröckelt werden muss – wer sagt dir das auch? Meine Familie meinte, “Dass muss man doch wissen Julie!” doch woher? Ich hatte vorher keine Erfahrung mit Backen – hab mir alles fertig gekauft… Ausserdem heisst es in den meisten Rezepten “lauwarmes Wasser” doch was genau ist lauwarm? Jeder hat doch ein anderes Wärmeempfinden. Wenn mein Mann abwäscht verbrenne ich mir fast die Finger und er findet es nicht mal so heiss. Umgekehrt dusche ich gerne “lauwarm” doch er findet es eisekalt – wisst ihr was ich meine?

Das wichtigste was ihr bei der Hefe beachten müsst:

  • Benützt handwarmes Wasser – beste Temperatur für Hefe ist meiner Meinung nach 40Grad
  • Verwendet immer einen halben TL Zucker pro 20Gramm Hefe – so kann die Hefe optimal arbeiten
  • Zerbröckelt unbedingt die Hefe, so löst sie sich besser auf und kann sich so entfalten!

Aber genau so wichtig wie die optimale Verwendung der Hefe ist das Backen. Jeder kann ein Brot in den Backofen schieben und backen – doch perfekt wird es so nicht.

Ich habe nun die perfekte Temperaturverteilung für ein Brot gefunden sodass es garantiert eine knusprige Kruste bekommt und innen  schön locker ist.

Hier mein Rezept für mein perfektes Bauernbrot:

Zutaten für ein Pfund Bauernbrot:

  • 500 Gramm Bauernmehl
  • 20 Gramm frische Hefe
  • 300ml handwarmes Wasser (optimalerweise 40Grad)
  • 1/2 TL Zucker
  • 1.5 TL Salz

Zubereitung:

Als erstes muss die Hefe im handwarmen Wasser mit dem Zucker aufgelöst werden. Dazu die Hefe zerbröckeln, den Zucker rüberschütten und mit dem Wasser aufgiessen und GUT umrühren bis keine Klümpchen mehr vorhanden sind. Das Mehl in die Kitchenaid Rührschüssel sieben, das Salz hinzufügen und die Hefe-Wasser-Mischung hinzugeben. Alles gut auf der kleinsten Stufe der Küchenmaschine (Alternativ natürlich auch alles mit der Hand möglich!) durchkneten, bis keine Bröckchen mehr vorhanden sind. Wenn nötig noch Wasser hinzugeben, falls der Teig zu trocken ist oder eben Mehl falls zu klebrig. Da ich davon überzeugt bin, dass ein Teig mit der Küchenmaschine nicht komplett geknetet wird, den Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben und von Hand noch mindestens 5 Minuten weiterkneten bis ein glatter, geschmeidiger Teig entsteht.

Den Teig anschliessend mind. 1.5 Stunden auf das Doppelte aufgehen lassen!

Nach der Gehzeit, den Teig direkt von der Schüssel auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech gleiten lassen und mit Wasser bestreichen. Nochmals 30 Minuten gehen lassen.

In der Zwischenzeit eine feuerfeste Schale mit Wasser in den Backofen geben und diesen auf 240 Grad Ober und Unterhitze vorheizen.

Nach der 30 Minütigen Zusatz-Gehzeit das Brot noch mit Mehl bestäuben (sieht klasse aus und verleiht dem Brot nochmals zusätzlich eine noch knusprigere Kruste) und ziemlich weit unten in den Ofen schieben. 15 Minuten bei den 240 Grad backen und dann auf 205 Grad runterschalten und nochmals ca. 25-30 Minuten backen, je nach dem wie knusprig ihr es mögt.

Um zu testen, ob euer Brot “durch” ist, einfach das Brot mit Topflappen aus dem Ofen nehmen und mit dem Finger auf die Unterseite des Brotes klopfen. Wenn es hohl klingt ist es fertig!

Falls ihr das Rezept nachmacht, markiert mich doch auf Instagram (@julietroxler)

En guete!

 

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